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Mantrailing

Im Bereich der Rettungshundearbeit werden zunehmend Hunde als sogenannte Mantrailer ausgebildet. Mantrailing ist eine spezielle Form  der Personensuche, die in Deutschland erst seit wenigen Jahren professionell und mit nachweisbaren Erfolgen ausgebildet wird.

Für den Einsatz eines Mantrailers benötigt man Informationen zum letzten bekannten Aufenthaltsort und einen eindeutigen Geruchsartikel der vermissten Person. Die Hunde sind darauf ausgebildet nur der Geruchspur zu folgen, die mit dem Geruch des Geruchsartikels übereinstimmt. Für die Hundenase hat jeder Mensch einen bestimmten individuellen Geruch und er kann diesen von den Geruchsspuren der anderen Menschen unterscheiden. Die Hunde arbeiten dabei in einem Geschirr an der Leine und können daher überall eingesetzt werden. Der Hundeführer muss während der Suche aus den Verhaltensweisen seines Hundes die richtigen Rückschlüsse ziehen. 

Über das Leistungsvermögen von Mantrailern gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Der Erfolg einer Suche ist von den Umwelt- und Wetterbedingungen, dem Alter der Spur und vielen anderen Faktoren abhängig. Schon aus logischer Überlegung ist davon auszugehen, dass mit zunehmendem zeitlichem Abstand zwischen dem Verschwinden einer Person  und dem Beginn der Suche die Chancen auf einen erfolgreichen Einsatz stetig geringer werden.

Mantrailer können in der Rettungshundearbeit Bereiche abdecken, in denen klassisch ausgebildete Flächenhund nicht eingesetzt werden können. Unter den realen Vermisstenfällen in Deutschland gibt es viele, bei denen Person in bewohnten Gebieten - von zu Hause oder aus Heimen - verschwinden. 
Durch den Einsatz der Mantrailer kann in der Regel schneller eine Richtung erkannt werden. Somit ist es möglich, die Flächensuchhunde gezielter einzusetzen und größere abzusuchende Flächen entsprechend zu priorisieren. Das Zusammenspiel zwischen Mantrailer und Flächensuchhunden steigert die Effizienz bei der Vermisstensuche.